Die gesetzliche Unfallversicherung

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Aufgaben und Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung

Die Risiken im Alltag sind vielfältig, Unfälle passieren insbesondere im häuslichen Umfeld. Doch auch und gerade im Job gibt es diverse Risikofaktoren, die es zu berücksichtigen gilt. Arbeitsunfälle oder Berufskrankheiten haben unmittelbare Auswirkungen auf die Erwerbstätigkeit eines Einzelnen. Wird diese hierdurch gefährdet oder eingeschränkt, steht die finanzielle Existenz und die Sicherung des Lebensstandards auf der Kippe. Nicht ohne Grund ist die gesetzliche Unfallversicherung in Deutschland ein Teil der Sozialversicherung, die im Siebten Buch Sozialgesetzbuch (SGB VII) geregelt wird. Bereits 1884 wurde mit einem Unfallversicherungsgesetz nach Bismarck’scher Prägung ein staatlich regulierter Schutz vor arbeitsbedingten Unfällen und Gesundheitsrisiken geschaffen.
Wir werden in den folgenden Absätzen auf die wichtigsten Aufgabenbereiche der gesetzlichen Unfallversicherung eingehen.

Prävention, Rehabilitation und Entschädigung sind Kernaufgaben der Unfallversicherung

Im Siebten Buch Sozialgesetzbuch (SGB VII) werden in § 1 die Aufgaben der gesetzlichen Unfallversicherung genannt. Demnach ist es ihre Aufgabe „mit allen geeigneten Mitteln Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten sowie arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren zu verhüten“ sowie „nach Eintritt von Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit der Versicherten mit allen geeigneten Mitteln wiederherzustellen und sie oder ihre Hinterbliebenen durch Geldleistungen zu entschädigen.“
Nun gibt es in Deutschland nicht die „eine“ Unfallversicherung, sondern gemäß § 114 Abs. 1 SGB VII verschiedene Träger der gesetzlichen Unfallversicherung. Im Einzelnen handelt es sich dabei um aktuell neun gewerbliche Berufsgenossenschaften, die jeweils einem bestimmten Gewerbezweig zugeordnet sind, die Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft als Teil der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) sowie Unfallkassen und Feuerwehr-Unfallkassen, derer es insgesamt 32 einzelne Körperschaften des öffentlichen Rechts gibt. Finanziert wird all dies mittels Beiträgen, die jedes Mitgliedsunternehmen in Form einer nachträglichen Umlage zahlt.
Wichtig: Sie als Beschäftigter, Ehrenamtlich Tätiger oder sonst unter § 2 SGB VII fallende Person (Versicherte) sind automatisch kraft Gesetzes versichert. Es gibt aber prinzipiell auch noch die Möglichkeit, sich freiwillig zu versichern. Das ist insbesondere für Unternehmer sinnvoll. Welche Berufsgenossenschaft tatsächlich für einen zuständig ist, lässt sich bei der Personalstelle erfragen.

Was sind Arbeitsunfälle im Sinne der gesetzlichen Unfallversicherung?

Grundsätzlich zählen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten zu den Versicherungsfällen. Vor allem wenn eine Arbeitsunfähigkeit die Folge ist. Ein verbotswidriges Handeln schließt dabei einen Versicherungsfall nicht explizit aus. Arbeitsunfälle sind demnach Unfälle, die infolge einer versicherten Tätigkeit auftreten. Der Begr

EIn Mann fällt von einer Leiter

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iff ist insofern weiter gefasst, als dass weitere Tätigkeit auch als Arbeitsunfall gewertet werden. Zum Beispiel der unmittelbare Weg zur oder von der Arbeitsstelle weg , wobei hier explizit auch Fahrgemeinschaften mit anderen Berufstätigen oder Versicherten eingeschlossen sind. Das ist wichtig, weil es sich hierbei um einen abweichenden Weg handelt, der ansonsten nicht versichert wäre. Wenn etwas passiert, handelte s sich um einen Wegeunfall. Wer eine Arbeitswohnung unterhält, weil der Weg zur Arbeitsstelle ansonsten zu lang wäre, profitiert hierbei auch vom Einschluss des Weges von oder nach der ständigen Familienwohnung in den Versicherungsschutz der Unfallversicherung. Zudem besteht Versicherungsschutz für alle mit der versicherten Tätigkeit zusammenhängende Arten der Verwahrung, Beförderung, Instandhaltung oder Erneuerung eines Arbeitsgerätes oder einer Schutzausrüstung. Gegenüber der Unfallversicherung muss bei Unfällen, die im Zuge der Erstbeschaffung von Arbeitsausrüstung geschehen, die betriebliche Veranlassung nachgewiesen werden.

Was sind Berufskrankheiten im Sinne der gesetzlichen Unfallversicherung?

Während in der Praxis wesentlich einfacher einzuordnen sind, gestaltet sich dies bei der Benennung einer Berufskrankheit regelmäßig schwierig. Zwar gibt es auch bei Arbeitsunfällen regelmäßig Streitigkeiten und Auseinandersetzungen, im Zuge dessen Sie Sozial-Secure.de vollumfänglich unterstützt, doch Berufskrankheiten müssen aus mehreren Perspektiven betrachtet werden. Grundsätzlich besagt das Siebte Buch Sozialgesetzbuch (SGB VII), dass die Bundesregierung durch Rechtsverordnung und mit Zustimmung des Bundesrates eine Zuteilung als Berufskrankheit vornimmt.
Dort sind solche Krankheiten aufgenommen, die nach den Erkenntnissen der Medizin durch „besondere Einwirkungen verursacht“ sind und den die Personengruppen im Rahmen ihrer Tätigkeit „in erheblich höherem Maße als die übrige Bevölkerung ausgesetzt sind.“ Das Gesetz räumt der Bundesregierung insbesondere das Recht ein, dort nur solche Krankheiten als Berufskrankheiten zu bestimmen, die „durch Tätigkeiten in bestimmten Gefährdungsbereichen verursacht worden sind.“ Die Unfallversicherung orientiert sich in der Praxis vor allem daran.
In der Praxis, wie wir von Sozial-Secure.de sie regelmäßig erleben, gilt die Berufskrankheiten-Verordnung aber nicht als abschließende und ausschließliche Auflistung von Berufskrankheiten. Hierbei besteht ein großer Auslegungsspielraum seitens der gesetzlichen Unfallversicherung, oftmals zulasten des Versicherten. Übermitteln Sie uns Ihre Unterlagen und lassen Sie die Experten von Sozial-Secure.de kostenfrei und unverbindlich prüfen, ob und in welcher Höhe ein Anspruch gegenüber der gesetzlichen Unfallversicherung besteht. Im Zweifelsfalle übernehmen wir die Vorfinanzierung der juristischen Aufarbeitung durch einen versierten Fachanwalt für Medizinrecht, ganz ohne finanzielles Risiko für Sie – erst im Erfolgsfalle beanspruchen wir einen prozentualen Anteil vom erstrittenen Erstattungsbetrag.

Bei abgelehnten Leistungen nicht klein beigeben

Regelmäßig kommt es zu juristischen Auseinandersetzungen, weil gesetzliche oder private Unfallversicherungen eine Leistung verwehren oder erheblich kürzen. Der ohnehin durch einen Arbeitsunfall oder eine Berufskrankheit eingeschränkte Arbeitnehmer steht dabei im Regen, denn es geht hier um seine berufliche und finanzielle Existenz. Selbst vermeintlich kleinere Einbußen, die subjektiv verkraftbar erscheinen, können auf Jahre oder Jahrzehnte gerechnet einen immensen Verlust darstellen. Wer also zu schnell klein beigibt und die Auseinandersetzung mit der Unfallversicherung scheut, die eine Leistung unberechtigterweise kürzt oder aus nicht nachvollziehbaren Gründen ablehnt, kann auch in Zukunft berechtigte Ansprüche nur erschwert geltend machen.
Die Experten von Sozial-Secure.de widmen sich ausführlich Ihrem Fall, berücksichtigen alle wichtigen Faktoren und prüfen die Entscheidung der gesetzlichen Unfallversicherung bis ins kleinste Details. Sollten Leistungen unberechtigterweise gekürzt oder vollständig verwehrt worden sein, übernehmen wir die Vorfinanzierung Ihres Falles mit Beauftragung eines Kooperationsanwaltes von Sozial-Secure.de – ein Fachanwalt für Medizinrecht wird alle Hebel in Bewegung setzen, um Ihre berufliche und finanzielle Existenz zu wahren. Kontaktieren Sie uns noch heute und lassen Sie Ihren Fall nochmals vollkommen unverbindlich und durch sachkundige Experten prüfen!

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