Medizinische Rehabilitation von der Versicherung bezahlt bekommen

thumbnail

©123rf.com

Medizinische Rehabilitation von der Versicherung bezahlt bekommen

Nach einem Unfall oder nach einer Krankheit braucht es oftmals eine lange Zeit, bis man wieder vollkommen fit und einsatzfähig ist. Teilweise ist die Zurückerlangung des vorherigen Gesundheitsstandes von selbst unmöglich. Stattdessen werden verschiedene Maßnahmen als Teil der medizinischen Rehabilitation für die Genesung gebraucht. Diese können sehr unterschiedlich ausfallen. Manchmal genügt ein kleines Hilfsmittel, in anderen Fällen wird eine medizinische Behandlung benötigt. Vielleicht sind auch Krankengymnastik oder ein Aufenthalt in einem Reha-Zentrum sinnvoll. In jedem Fall kann die medizinische Rehabilitation sehr teuer werden. Die einzige Finanzierungsmöglichkeit ist häufig eine Versicherung.

Was genau ist mit medizinischer Rehabilitation gemeint?

Bevor wir uns mit der Finanzierung beschäftigen, sollten wir uns zunächst klarmachen, was mit medizinischer Rehabilitation gemeint ist. Bei solchen Maßnahmen geht es immer um die Erhaltung oder Besserung des Gesundheitszustandes. Diese können entweder ambulant (also beispielsweise durch das regelmäßige Aufsuchen eines Arztes oder eines Trainers) oder aber stationär (das heißt mit Aufenthalt in einem entsprechenden Zentrum) vorgenommen werden. Im Folgenden finden Sie beispielsweise einige Leistungen:

  • Anschlussbehandlung nach einem Krankenhausaufenthalt
  • Entwöhnungsbehandlung für Suchtkranke
  • Familienorientierte Rehabilitation
  • Frühförderung behinderter oder von Behinderung bedrohter Kinder
  • Onkologische Nachsorgeleistungen

Welche Versicherungen kommen für die Finanzierung der medizinischen Rehabilitation in Betracht?

Fast alle Maßnahmen zur medizinischen Rehabilitation haben eins gemeinsam: Sie kosten eine Menge Geld. Das kann sich nicht jeder leisten. Dazu kommt, dass ein kranker Mensch ohne medizinische Rehabilitation möglicherweise nie wieder arbeiten kann. Aus diesem Grund gibt es verschiedene Träger, die die Bezahlung der medizinischen Rehabilitation in Deutschland übernehmen.

  • Krankenkassen übernehmen verschiedene Kosten für die medizinische Rehabilitation. Häufig springen sie jedoch nur ein, wenn kein anderer Träger zahlen muss.
  • Die Rentenversicherung übernimmt die medizinische Rehabilitation, wenn ansonsten eine Teilhabe am Arbeitsleben nicht mehr möglich ist.
  • Ansprüche gegen Unfallversicherer entstehen verschiedensten Situationen, die im nächsten Absatz genauer dargestellt sind.
  • Auch die Agentur für Arbeit springt manchmal für die medizinische Rehabilitation ein.
  • Das Gleiche gilt für die Sozialämter.
  • Wenn wirklich niemand anderes Geld geben muss, ist manchmal sogar das Jugendamt zuständig.
  • Zuletzt entstehen aufgrund der notwendigen medizinischen Rehabilitation möglicherweise auch Ansprüche gegen Versorgungsämter und Hauptfürsorgestellen.

Inwiefern ist die gesetzliche Unfallversicherung für die medizinische Rehabilitation zuständig?

Es kann ziemlich schwierig werden die genannten Ämter zu belangen, da alle nur zahlen, wenn kein anderer zahlt. Am einfachsten ist in der Regel der Anspruch auf die Bezahlung der medizinischen Rehabilitation gegen die gesetzliche Unfallversicherung durchzusetzen. Da dieser Fall auch in der Praxis am häufigsten vorkommt, wird er hier etwas ausführlich behandelt.

Medizinische Rehabilitation Physiotherapie

©123rf.com

Die gesetzliche Unfallversicherung hat gemäß § 1 Siebtes Sozialgesetzbuch drei verschiedene Ziele. Eines davon ist die Rehabilitation. Der erkrankte oder verunfallte Arbeitnehmer soll so schnell wie möglich seine volle Leistungsfähigkeit zurückerlangen. Diese Versicherung hat jedoch zwei Haken:

1. Nur Arbeitnehmer sind automatisch versichert. Einige Personengruppen müssen und andere dürfen sich ebenfalls versichern. Es gibt aber auch Menschen, die von einer Versicherung ausgeschlossen sind.

2. Die Erkrankung muss durch einen Arbeitsunfall oder einen Wegeunfall entstanden sein. Häufig gibt es hierbei Probleme: Typische Beispiele sind der Unfall in der Raucherpause oder auf einem Umweg zur Arbeit.
Finanziert wird die gesetzliche Unfallversicherung durch die Berufsgenossenschaften. Diese wiederum erhalten ihr Geld von den Arbeitgebern, welche zwangsweise Beiträge bezahlen müssen, sobald sie ein Gewerbe öffnen. Doch selbst wenn Ihr Arbeitgeber dies vergisst oder absichtlich unterlässt, sind Sie als Arbeitnehmer trotzdem versichert.

Medizinische Rehabilitation von der privaten Unfallversicherung bezahlt bekommen

Da die gesetzliche Unfallversicherung in vielen Situationen nicht zuständig ist, schließen einige Menschen private Unfallversicherungen ab. Doch gerade in Bezug auf die medizinische Rehabilitation sollten Sie ganz genau auf das Kleingedruckte achten. Die Versicherer schließen gerne zahlreiche Fälle, Situationen und Maßnahmen aus. Prüfen Sie deshalb schon bei Vertragsabschluss genau, ob die Versicherung ihr Geld wert ist.

Was kann ich machen, wenn niemand meine medizinische Rehabilitation bezahlen will?

Schon bei der Auflistung der möglichen Anlaufstellen fällt auf, dass alle nur im Notfall bezahlen. Es kann also durchaus so oder so ähnlich laufen: Als erstes sprechen Sie Ihre Krankenkasse auf die medizinische Rehabilitation an. Diese sagt jedoch, dass sie dafür nicht aufkommen muss. Daraufhin gehen Sie zur gesetzlichen Unfallversicherung. Der Autounfall ist aber leider nach dem Stopp beim Blumenladen passiert. Nun versuchen Sie es beim Sozialamt, der Rentenversicherung etc. Doch alle verweisen nur auf die anderen Träger.
Sie selbst steigen durch die ganzen Begründungen schnell nicht mehr durch. Das ist auch vollkommen in Ordnung. Solche Fälle sollten von Anwälten für Medizinrecht bearbeitet werden. Sozial-Secure.de hat gleich mehrere von diesen im Team. Zusammen mit einem Gutachter prüfen wir gerne Ihren Anspruch auf die Bezahlung einer medizinischen Rehabilitation. Wenn wir eine Chance erkennen können, setzen wir für Sie auch durch, dass Sie Ihr Geld erhalten. All das kostet Sie zunächst einmal gar nichts. Wir gehen bei allen Kosten in Vorleistung. Nur im Erfolgsfall bekommen wir einen bestimmten Prozentsatz des Streitwerts.

Sozial-Secure.de