Wegeunfall

Der gesetzliche Unfallversicherungsschutz besteht bereits auf dem Weg zur Arbeitsstelle. Kommt es hier zu einer Gesundheitsschädigung, gilt das als Arbeitsunfall.

Daran ändert sich nichts, wenn man nicht immer den direkten Weg zur Arbeit nimmt oder nicht mit dem eigenen Transportmittel kommt. Das heißt, der Versicherungsschutz umfasst den Transport mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Fahrgemeinschaften und sogar notwendige Umwege, z.B. um die Kinder in den Kindergarten zu bringen.

Um einen Wegeunfall handelt es sich aber nur, wenn die Fahrt ausschließlich dem Ziel dient, die Arbeitsstätte zu erreichen. Wird der Weg zu oder von der Arbeitsstätte durch eine private Besorgung mehr als nur geringfügig unterbrochen, besteht während der Unterbrechung kein Versicherungsschutz; dieser setzt erst wieder ein, wenn die private Besorgung beendet ist und der ursprüngliche Weg wieder aufgenommen wird.

Um einen versicherten Wegeunfall handelt es sich grundsätzlich sogar dann, wenn sich der Versicherungsnehmer auf dem Weg zur Arbeit verkehrswidrig verhält, dadurch einen Unfall verursacht und sich Verletzungen zuzieht.