Rente als Einmalzahlung (Abfindung)

Voraussetzungen

  1. a) Abfindung bei Rentenzahlung als vorläufige Entschädigung

Soll die Rentenzahlung als vorläufige Entschädigung, d.h. über drei Jahre, erfolgen, kann die Summe abgefunden werden. Falls nach den gedachten drei Jahren die Voraussetzungen für die Rente weiter vorliegen, kann diese beantragt werden.

 

  1. b) Abfindung bei regulärer Rentenzahlung

Beträgt der Grad der MdE weniger als 40 %, kann die Rentenzahlung mit einer Kapitalsumme abgefunden werden.

Bei einem Grad der MdE von 40 % oder mehr kann bei volljährigen Versicherungsnehmern eine Abfindung für die Hälfte des entsprechenden Minderungsgrades gezahlt werden.

 

Höhe

  1. a) Die Abfindung bei der Rentenzahlung als vorläufige Entschädigung berechnet sich wie die reguläre, nur dass die Jahresrente mit 3 multipliziert wird.

 

  1. b) Die Abfindung der regulären Rente mit einer MdE von weniger als 40 % lässt sich aus einer offiziellen Tabelle (sog. Kapitalwertetabelle) ablesen, die sich am Alter des Verletzten zum Zeitpunkt des Unfalls und der Zeit, die seit dem Unfall vergangen ist, orientiert.

Bei der Abfindung der regulären Rente mit einer MdE von 40 % oder mehr wird das Neunfache der Jahresrente bezahlt.

 

Dauer

  1. a) Die Abfindung der vorläufigen Entschädigung gilt für die 3 Jahre, in denen die vorläufige Entschädigung als Rente zu zahlen wäre.
  2. b) Die Abfindung einer regulären Rente bei einer MdE von weniger als 40 % muss innerhalb von 15 Jahren seit dem Arbeitsunfall beansprucht werden.

Die Abfindung einer regulären Rente bei einer MdE von 40 % oder mehr gilt immer für den Zeitraum von 10 Jahren.