Arbeitsunfall – wer zahlt?

Wer zahlt beim Arbeitsunfall ?
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Unfälle passieren zu jeder Tages- und Nachtzeit, insbesondere im häuslichen Umfeld liegen die typischen Risiken. Eine Besonderheit stellen hierbei Arbeitsunfälle dar, wobei der Begriff zunächst näher spezifiziert werden muss. Es handelt sich dabei nicht ausschließlich um einen Unfall, den eine Person während einer bestimmten Tätigkeit erleidet – innerhalb der gesetzlichen Unfallversicherung sind noch weitere Personengruppen abgesichert. Typisch ist die Absicherung von Kindern in Schule oder Kindergarten, beim Betriebssport oder bei Unfällen, die Personen im Zuge einer Erste-Hilfe-Aktion erleiden.

Was genau ist ein Arbeitsunfall?

Ein Arbeitsunfall ist ein Unfall, den eine versicherte Person im Zuge einer versicherten Tätigkeit erleidet. Dementsprechend kommen mehrere Kostenträger in Betracht, gegen die Ansprüche infolge eines Arbeitsunfalles bestehen können. Im Folgenden werden die Grundlagen der Zuständigkeiten bei einem Arbeitsunfall dargestellt.

Wer ist in der gesetzlichen Unfallversicherung abgesichert?

Absicherung beim Arbeitsunfall

Wie eingangs erwähnt, wurde das System der gesetzlichen Unfallversicherung mit den Jahren deutlich erweitert. Heute sind viele verschiedene Personengruppen mit einer bestimmten Anzahl an Tätigkeiten versichert. Versicherungsschutz innerhalb der gesetzlichen Unfallversicherung besteht für versicherte Personen. Darin sind alle abhängig Beschäftigten eingefasst, ebenso wie ehrenamtlich Tätige, Schüler und Studierende.

 

Zum Teil besteht für bestimmte Personengruppen, die selbständig oder unternehmerisch tätig sind, ein Versicherungsschutz kraft Gesetzes. V.a. sind das Hausgewerbetreibende, Selbständige in der Landwirtschaft, Selbständige im Gesundheitsdienst oder der Wohlfahrtspflege.- Die Frage, bei wem jemand unfallversichert ist und wer bei einem Arbeitsunfall zahlt, ist abhängig von der Branche.

Aktuell gibt es neun Berufsgenossenschaften für die freie Wirtschaft sowie 19 Unfallkassen und Gemeindeunfallversicherungsverbände, die regional gegliedert sind. Letztgenannte erstrecken sich auf Beschäftigte im öffentlichen Dienst, ebenso wie auf Schüler, Studierende und Kinder in Tageseinrichtungen. Des Weiteren existieren vier Feuerwehr-Unfallkassen sowie die bundesweit tätige Unfallversicherung Bund und Bahn. Die Personalstelle Ihres Arbeitnehmers gibt im Zweifelsfall Auskunft über die zuständige Berufsgenossenschaft oder Unfallkasse.

Vorgehen bei einem Arbeitsunfall - Wer zahlt?

Arbeitsunfälle decken all jene Unfälle ab, die im Rahmen der Berufsausübung oder einer anderen Tätigkeit zu der „versicherten Tätigkeit“ gezählt werden. Arbeitsunfälle, die zu einer mehr als dreitägigen Arbeitsunfähigkeit (Kalendertage) führen, sind meldepflichtig. Im Normalfall erstattet das Unternehmen die Unfallanzeige, immer mehr Berufsgenossenschaften und Unfallkassen bieten mittlerweile aber auch die Option zur eigenständigen Online-Unfallanzeige. Der ärztliche Bericht ist auf einem hierfür vorgesehenen Formblatt einzutragen.

Für die ordnungsgemäße Regulierung ist es unabdingbar, einen sogenannten Durchgangsarzt aufzusuchen. Insbesondere dann, wenn - eine über den Unfalltag hinausgehende Arbeitsunfähigkeit gegeben ist; - die ärztliche Behandlung aller Voraussicht nach über eine Woche in Anspruch nehmen wird; - Heil- und Hilfsmittel verordnet werden oder - eine Wiedererkrankung gegeben ist, die als Unfallfolge in Betracht kommt.

Weitere wichtige Hinweise zur Zuständigkeit bei einem Arbeitsunfall und der Frage, wer bei einem Arbeitsunfall zahlt

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  • Das Recht auf freie Arztwahl ist bei einem Arbeitsunfall eingeschränkt. Denn die Regulierung und „Wiederherstellung der Arbeitskraft“ liegt nicht im Zuständigkeitsbereich der Gesetzlichen Krankenkasse. Die Weiterbehandlung ist bei einem hierfür zugelassenen Durchgangsarzt empfehlenswert.
  • Es besteht ein Anspruch auf Lohnfortzahlung gegenüber Ihrem Arbeitgeber. Auf Basis des Durchschnitts der letzten Wochen wird eine Lohnfortzahlung für sechs Wochen gewährleistet (Voraussetzung: Vier Wochen ununterbrochene Anstellung).
  •  Nach Ablauf dieser Lohnfortzahlung besteht Anspruch auf Verletztengeld in Höhe von 80 Prozent des regelmäßigen Bruttolohns, abzüglich der Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung. Leistungsträger ist die Berufsgenossenschaft, die Auszahlung übernimmt in Vertretung aber die Krankenkasse.
  • Zur medizinischen und beruflichen Rehabilitierung übernimmt die Berufsgenossenschaft bestimmte Leistungen, ebenso wie Hilfsmittel. Darunter Rollstühle oder Umgestaltungen des Arbeitsplatzes. Infrage kommen hier auch Kosten für eine Umschulung sowie Zuschüsse, die zur neuerlichen Arbeitsaufnahme beim jeweiligen Arbeitgeber beitragen sollen.
  • Eine Verletztenrente wird durch die Berufsgenossenschaft gezahlt, sofern über die 26. Woche hinaus (nach Arbeitsunfall) eine mindestens 20-prozentige Minderung der Erwerbsfähigkeit gegeben ist (Grundsatz: Wiedereingliederung vor Rente).
  • Zudem ergeben sich Konstellationen in Form eines Schadenersatzes, die genauerer Prüfung bedürfen. In all diesen Punkten ist erkennbar, dass es hier um viel Geld und Unterstützungsleistung geht und somit eine bürokratische Hürde, die viele mangels Aussicht auf Erfolg oftmals nicht nehmen.

Wir von sozial-secure.de unterstützen Sie bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche im Zuge eines Arbeits- oder Wegeunfalls – ohne ein Kostenrisiko (Vorfinanzierung durch uns) und mittels Beauftragung eines Fachanwalts für Medizinrecht.

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