Arbeitsunfall – was zahlt die Berufsgenossenschaft?

Ein Mitarbeiter erleidet einen Arbeitsunfall
©123rf.com

Arbeitsunfälle können nicht allein bei Ausübung der Tätigkeit selbst, sondern auch im erweiterten Sinne im Rahmen der „versicherten Tätigkeit“ als solche eingestuft werden. Ein wichtiger Grundbaustein der gesetzlichen Unfallversicherung in Deutschland ist die Berufsgenossenschaft. Sie ist für die Gewährung von Leistungen im Versicherungsfall zuständig, zudem übernimmt sie Formen der Unfallverhütung oder andere Präventionsmaßnahmen.

Versicherte Personen in der gewerblichen Berufsgenossenschaft sind in der freien Wirtschaft Beschäftigte, des Weiteren gibt es noch die Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft für Beschäftigte in der Landwirtschaft. Was aber zahlt die Berufsgenossenschaft bei einem Arbeitsunfall?

Wer kann bei einem Arbeitsunfall von Leistungen der Berufsgenossenschaften profitieren?

©123rf.com

Die Berufsgenossenschaft muss kraft Gesetz daran mitwirken, „alle geeignete Mittel“ zur Verfügung zu stellen, um 

  • Versicherungsfälle, also Arbeitsunfälle oder Berufskrankheiten sowie mit der Tätigkeit in Verbindung stehende Gesundheitsgefahren zu verhüten;

nach Eintritt des Versicherungsfalles die „Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Versicherten wiederherzustellen

  • Sowie dem Versicherten oder seinen Hinterbliebenen eine Entschädigung in Form von Geldleistungen zu erbringen.

Neben Arbeitnehmern und Auszubildenden, die über eine der jeweiligen Berufsgenossenschaften versichert sind, können insbesondere auch Selbständige in Form der freiwilligen Versicherung hiervon profitieren.

Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten, aber auch Wegeunfälle stellen eine Grundvoraussetzung für eine Leistungspflicht der Berufsgenossenschaften dar. Als Wegeunfall gilt ein Unfall dann, wenn die versicherte Person auf dem Weg zur oder von der Arbeit verletzt wird. In Bezug auf Berufskrankheiten ist festzustellen, dass sich diese einerseits bei der Arbeit zugezogen werden können oder in der Berufskrankheiten-Verordnung bezeichnet werden, andererseits diese aber auch nach neuen medizinischen Erkenntnissen durch den Beruf selbst verursacht werden können.

Es gilt also abzuwägen, in welchem Umfang die Berufsgenossenschaft wirklich in der Leistungspflicht steht – oftmals bedarf es nur der richtigen juristischen Betreuung, um bürokratische Hürden zu nehmen und zu seinem guten Recht zu gelangen. Wir von sozial-secure.de unterstützen Sie dabei durch eine Vorfinanzierung Ihrer anwaltlichen Vertretung durch einen versierten Fachanwalt für Medizinrecht und eine vorherige, eingehende Prüfung Ihres Falles.

Leistungen der Berufsgenossenschaft bei einem Arbeitsunfall im Überblick

Verletztengeld

Die Berufsgenossenschaft ist zunächst der erste Ansprechpartner für Regulierungen aufgrund eines Arbeitsunfalles.

Was genau die Berufsgenossenschaft zahlt, hängt von der versicherten Tätigkeit ab und dem Grad der Verletzung. Im Folgenden finden Sie hierzu die wichtigsten Informationen kompakt zusammengefasst.

 

  • Einer der Grundpfeiler der Leistungspflicht der gewerblichen Berufsgenossenschaften in Deutschland ist die Heilbehandlung nebst anschließender Rehabilitation. Angefangen bei der ärztlichen Behandlung (ambulant/stationär) bis hin zur erfolgreichen Wiedereingliederung am Arbeitsplatz. Dafür gibt es spezielle Durchgangsärzte, ebenso wie Unfall- und Rehabilitationskliniken.
  •  Eine sofort einsetzende notfallmedizinische Erstversorgung, die anschließende unfallmedizinische ambulante oder stationäre Behandlung, eine darauffolgende Rehabilitation ohne zeitliche Begrenzung, orthopädische und andere Hilfsmittel sowie Belastungserprobungen und Arbeitstherapien sind Angebot des sogenannten „Rehabilitationsmanagements“ der Berufsgenossenschaften.
  • Maßnahmen der Wiedereingliederung, in Form von Wohnungshilfe (Umbauten, etc.), Rehabilitationssport, Kraftfahrzeughilfen sowie sogenannte Kommunikationshilfen.
  • Geldleistungen, die zur Sicherung des Lebensunterhalts beitragen und die wirtschaftlichen Folgen der Berufskrankheit oder eines Arbeitsunfalles abmildern sollen.
  • Verletztengeld, wenn eine Arbeitsunfähigkeit infolge des Versicherungsfalles eintritt oder die Heilbehandlung es unmöglich macht, einer ganztätigen Erwerbstätigkeit nachzugehen. Zum Ausgleich des finanziellen Verlustes leistet sie bei Arbeitnehmern in Höhe von 80 Prozent des regelmäßig erzielten Einkommens (abzüglich Arbeitslosen- und Rentenversicherungsbeiträge) sowie bei freiwillig Versicherten pro Kalendertag den 450. Teil der gewählten Versicherungssumme (ab dem 22. Kalendertag).
  • Übergangsgeld, um berufsfördernde Maßnahmen auszuüben, wobei sich die Höhe nach Einkommens- und Familienverhältnissen richtet.
  • Verletztenrente wird dann gezahlt, notfalls auch ein Leben lang, wenn Ihre Erwerbsfähigkeit dauerhaft oder zu mindestens 20 Prozent gemindert ist. Leistung ab der 26. Woche nach Eintritt des Versicherungsfalls. Eine Vollrente in Höhe von 2/3 des Jahresarbeitsverdienstes wird bei vollständiger Erwerbsunfähigkeit gezahlt. Bei einer teilweisen Minderung entspricht die anteilige Rente dem Prozentsatz der Minderung der Erwerbsfähigkeit (MdE).
  • Hinterbliebenenleistungen, etwa in Form einer Witwer/Witwenrenten respektive einer Waisenrente. Zusätzlich wird bei Tod durch Versicherungsfall ein Sterbegeld in Höhe von 1/7 der geltenden Bezugsgröße gezahlt.

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken